Die folgenden Erwartungen wurden bereits im Jahr 2000 erarbeitet und gesamtschulisch abgestimmt und anschließend auf verschiedenen Konferenzen bestätigt.
Bei der Zusammenarbeit von Menschen ist es in allen Lebenslagen nötig, sich über gegenseitige Erwartungen zu verständigen und dann diesen "Erwartungskatalog" möglichst verbindlich zu machen. Arbeitsergebnisse, Gruppenharmonie und Zufriedenheit der Beteiligten sind nämlich Folge der praktischen Umsetzung dieser Erwartungen. Dieser Grundsatz gilt auch für eine erfolgreiche Arbeit von Schüler*innen und Lehrkräften in der Sekundarstufe II (Sek. II) unserer Schule.
Aus diesem Grund haben sich Schüler*innen, Lehrkräfte sowie Eltern und Sorgeberechtigte auf folgende Erwartungen verständigt.
Was erwarten wir von dir in der Sek. II?
- Dass du interessiert bist an der Vermehrung deines theoretischen und praktischen Wissens.
- Dass du Ansprüche an dich formulierst und konsequent an der praktischen Umsetzung dieser Ansprüche arbeitest.
- Dass du selbstverantwortlich und damit auch selbstbewusst deinen Platz in dieser Schule suchst und ausfüllst.
- Dass du nicht nur auf deinen individuellen Nutzen, sondern auch auf das Erreichen gemeinsamer Ziele Wert legst.
- Dass du neugierig bist auf deine Mitmenschen, auf die Schüler*innen der Schule ebenso wie auf die Lehrer*innen und die übrigen Mitarbeitenden, auf ihre Kenntnisse, ihre Lebenserfahrung und ihre Persönlichkeit.
- Dass du den Menschen und den Dingen, die zur Schule gehören, mit Respekt begegnest und für sie Verantwortung übernimmst.
- Dass du bereit bist, dich kritisieren zu lassen, was auch heißen kann, Fehler einzugestehen und deine Haltung und deine Handlungen zu rechtfertigen.
- Dass du Probleme des Schullebens öffentlich benennst und an ihrer Lösung mitarbeitest.
Was erwarten wir von Lehrerinnen und Lehrer der Sek. II?
- Sie sollen fachkompetent sein, den Unterrichtsstoff verständlich und interessant vermitteln und auf Probleme der Schüler*innen eingehen.
- Sie sollen ihre Leistungsbewertung in transparenter, das heißt für alle Beteiligten nachvollziehbarer Form offenlegen und sich an einmal festgelegte Kriterien konsequent halten.
- Sie sollen aufgeschlossen sein gegenüber Entwicklungen in der Schule, der Wissenschaft und in allen Bereichen des Lebens außerhalb der Institution.
- Sie sollen verlässlich sein, z. B. sollen sie sich an Absprachen halten und einmal eingegangene Verpflichtungen wahrnehmen.
- Sie sollen offen für Kritik sein, sich ihre Fehler eingestehen können und bereit sein ihr Verhalten zu ändern.
- Sie sollen Gesprächsbereitschaft zeigen und Verständnis für die Anliegen der Schüler*innen aufbringen.
Der Besuch der gymnasialen Oberstufe dauert im Normalfall drei Schuljahre, mindestens jedoch zwei und höchstens vier Schuljahre. Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung kann die Qualifikationsphase ein weiteres Schuljahr besucht werden. Bei Wiederholung eines Schuljahrgangs der Qualifikationsphase werden die Unterrichtsergebnisse des ersten Durchgangs nicht angerechnet. Am Schulhalbjahresende werden je Fach die Leistungen in den Klausuren und die Mitarbeit im Unterricht zusammengefasst und bewertet.
In der Einführungsphase (Jahrgang 11) werden die vier bis fünf Klassen von jeweils zwei Tutor*innen betreut. In den Verfügungsstunden (eine Stunde pro Woche) werden Klassengeschäfte erledigt. Dort und bei Bedarf ist auch der Raum, um sich über Probleme, Sorgen und Nöte auszutauschen. Selbstverständlich haben auch die Tutor*innen Zeit für persönliche Gespräche außerhalb der Verfügungsstunde.
In der Qualifikationsphase (Jahrgang 12 und 13) wählen die Schüler*innen ihre*n Tutor*in durch die Anwahl eines Leistungskurses (Kurs auf erhöhtem Niveau) im Schwerpunkt selbst aus. Die Tutor*innen unterrichten ihre "Tutandi" in einem Leistungskursfach und im Seminarfach, sodass sie gemeinsam mindestens sieben Unterrichtsstunden in der Woche haben. Die Tutor*innen begleiten die Schüler*innen auf ihren Weg zum und im Abitur. Sie sind die ersten Ansprechpartner*innen für alle Belange der Schüler*innen.
Die Mitarbeit im Unterricht besteht außer in Beiträgen zum Unterrichtsgespräch in Referaten, Protokollen, besonderen Ausarbeitungen und ähnlichem.
Anders als in der Sekundarstufe I sind die Noten nicht in sechs Stufen unterteilt, sondern in 15, sogenannte Punkte. Dabei entsprechen in der Regel drei Punkte einer Note aus der Sekundarstufe I.
Das System sieht wie folgt aus:
| sehr gut |
gut |
befriedigend |
| + |
1 |
– |
+ |
2 |
– |
+ |
3 |
– |
| 15 |
14 |
13 |
12 |
11 |
10 |
9 |
8 |
7 |
| ausreichend |
mangelhaft |
ungenügend |
| + |
4 |
– |
+ |
5 |
– |
|
6 |
|
| 6 |
5 |
4 |
3 |
2 |
1 |
0 |
Können die Leistungen nicht beurteilt werden, weil zu häufig gefehlt wurde, oder wird eine Leistung mit „ungenügend“ bewertet, so gilt der Unterricht als mit 0 Punkten abgeschlossen. Die Unterrichtsfächer und die darin erzielten Leistungen werden in ein Studienbuch eingetragen, das an die Stelle der Schulhalbjahreszeugnisse tritt.
Die Bewertung schriftlicher Arbeiten, deren Aufgabenteile mit Rohpunkten bewertet werden, erfolgt nach einer Anweisung des niedersächsischen Kultusministeriums vom 13.02.2017 nach nachfolgender Tabelle (Vorgabe der KMK). Die Note wird ermittelt durch den angegebenen Anteil an den Gesamtrohpunkten.
| KMK Notenpunkte Sekundarstufe II |
| % |
NP |
Note |
| 20 |
1 |
5- |
| 27 |
2 |
5 |
| 33 |
3 |
5+ |
| 40 |
4 |
4- |
| 45 |
5 |
4 |
| 50 |
6 |
4+ |
| 55 |
7 |
3- |
| 60 |
8 |
3 |
| 65 |
9 |
3+ |
| 70 |
10 |
2- |
| 75 |
11 |
2 |
| 80 |
12 |
2+ |
| 85 |
13 |
1- |
| 90 |
14 |
1 |
| 95 |
15 |
1+ |
Mit dem Schuljahr 2004/05 hat in Niedersachsen die entgeltliche Ausleihe von Lernmitteln begonnen. Alle öffentlichen Schulen bieten den Eltern und Sorgeberechtigten und den volljährigen Schüler*innen an, Lernmittel gegen Zahlung eines Entgelts auszuleihen (eine Übersicht ist hier zu finden). Damit gibt es die Möglichkeit, bei der Ausstattung mit Lernmitteln die Unterstützung der Schulen in Anspruch zu nehmen. Wer an dem Verfahren teilnimmt, kann eine spürbare Entlastung bei den Kosten für die Beschaffung der Lernmittel erreichen.
Folgende Kosten gelten an der IGS:
- Jahrgang 11: 60 Euro
- Jahrgang 12: 60 Euro
- Jahrgang 13: 60 Euro
Im Fach Mathematik wird in der Einführungsphase und der Qualifikationsphase der grafikfähige Taschenrechner (GTR) Casio fx-9860 GII verwendet. Nicht zu sehr veraltete Vorläufer-Modelle sind ebenfalls nutzbar. Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden in Jahrgang 11 Tablets (iPads) eingeführt. Dadurch wird kein Taschenrechner mehr benötigt.
Die IGS Wilhelmshaven arbeitet seit 2005 mit der digitalen Lernplattform Moodle, einem Open-Source-System, das von vielen Universitäten und Fachhochschulen (z.B. Jade Hochschule) genutzt wird. Alle Schüler*innen erhalten in Jahrgangskursen wichtige Informationen zu Kurswahlen, Fahrten etc. und lernen in virtuellen Klassen- und Kursräumen zusammen mit ihren Lehrer*innen auf der Basis von verschiedenen digitalen Lernwerkzeugen. Moodle ist das zentrale Medium für den sogenannten asynchronen Unterricht.
Seit 2018 läuft die Unterrichtsdokumentation über ein digitales Klassenbuch. Schüler*innen können über Webuntis aktuelle Unterrichtsausfälle und Vertretungen einsehen sowie bei eignen Fehlzeiten die Unterrichtsinhalte und Hausaufgaben nachvollziehen.
Mit dem Schuljahr 2026/2027 werden in Jahrgang 11 Tablets (iPads eingeführt). Weitere Informationen sind hier zu finden.