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Tierpädagogik

Tierpädagogisches Konzept

Tiere gehören schon seit Anfang der 1980er Jahre fest zur IGS Wilhelmshaven. Sie waren und sind ein integraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts der IGS. Ursprünglich waren die Tiere ausschließlich Bestandteil des Ganztagsangebotes und für den Unterricht gelegentlich Anschauungsmaterial. Die Schüler*innen sollten und sollen im schulischen Ganztag zur sinnvollen Freizeitgestaltung angeleitet werden. Gleichzeitig sollen sie die Möglichkeit erhalten, Verantwortung zu übernehmen. Die Tiere waren dabei Mittel zum Zweck. Zugleich wurden die Tierstationen drinnen und draußen wichtige Anlaufpunkte der Schüler*innen. Sie waren Rückzugsorte und emotionale Ladestationen vor allem für die jüngeren Schüler*innen. Mit Beginn der 2000er Jahre rückte die unterrichtliche Inanspruchnahme stärker in den Fokus. Die Schüler*innen sollten über die Tierstationen durch die Begegnung mit den Tieren an naturwissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitsweisen herangeführt werden. Entsprechende AG- und Wahlpflichtangebote wurden ausgebaut und erprobt. Während im Innenbereich der sogenannte Aquaraum einen neuen Standort bekam und so sichtbarer wurde, wechselten im Außenbereich die Tiere. Statt Schafen zogen Ponys ein, Bienen und Hühner kamen dazu. Die Kaninchen aber blieben, allerdings fortan im Freigehege und nicht mehr in Boxen gehalten. Der pädagogische Wert von Hunden in der Schule wurde an der IGS Wilhelmshaven ebenfalls schon früh erkannt. So wurde die erste Schulhund-Stammgruppe 2012 eingeschult. Weitere Hunde folgten. Damit sind die Tiere auch näher an die Menschen herangerückt und können ganz andere Aufgaben, auch und gerade im Unterricht, erfüllen.

Die Vielzahl an Tieren und Menschen an der IGS Wilhelmshaven hat es notwendig gemacht, über den Sinn und Zweck neu nachzudenken, das Miteinander zu regeln und Wege zu finden, die die Interessen der Tiere und der Menschen gleichermaßen berücksichtigen. Das vorliegende Tierpädagogische Konzept ist das Ergebnis dieser Bemühungen. Erstmals gibt es nun an der IGS Wilhelmshaven ein übergreifendes Konzept, das die Aufgaben der tierpädagogischen Arbeit beschreibt und die Rahmenbedingungen festlegt.

Allen, die daran mitgewirkt haben, sei dafür herzlich gedankt. Ebenso sei allen herzlich gedankt, die es durch ihr zusätzliches Engagement überhaupt erst möglich machen, dass Tiere unseren pädagogischen Alltag bereichern. Ohne diesen jahrelangen und für viele oft unsichtbaren Einsatz wäre diese Schule um einiges ärmer und weit weniger pädagogisch erfolgreich.

Das neue Tierpädagogische Konzept ist nicht für die Ewigkeit geschaffen. Es wird und muss sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln, denn auch die Schule und die darin arbeitenden Menschen und die Rahmenbedingungen werden sich verändern.

Unveränderlich bleibt aber der in diesem Konzept festgelegte Standard für die Arbeit mit den Tieren, hinter den es kein Zurück geben kann. Zum Wohle der Tiere und zum Wohle der Menschen an dieser Schule.

Schulhunde

Schulhühner