Schüler bereichern Projektkonferenz zur Nachhaltigkeit
Zwei Schüler der IGS Wilhelmshaven wurden von der Chemiedidaktik der Universität Bremen zu einer Fortbildung nach Kaiserslautern eingeladen.
Soziale Medien spielen im Alltag von Jugendlichen (und Erwachsenen) eine große Rolle. Hier einen „Like“ vergeben, da was „posten“ – die Aktivitäten sind vielfältig. Auch informieren sich immer mehr junge Leute über Instagram und Co. Ein Problem, da auch fehlerhafte und falsche Inhalte verbreitet werden.
Doch wie lassen sich Beiträge in den sozialen Medien seriös aufbereiten? An dieser Frage haben Oberstufenschülerinnen und -schüler der IGS Wilhelmshaven im Januar im Rahmen einer neu konzipierten Unterrichtseinheit zum Thema „Digitaler Nachhaltigkeitsplanspieljournalismus“, erstellt von Dr. Nadja Belova und Pauline Mundt (beide Universität Bremen) sowie Prof. Dr. Johann Seibert und Isabel Seibert (beide Technische Universität Kaiserslautern) gemeinsam mit Lehrkräften, gearbeitet (WZ berichtete). Die Entwicklung der Einheit fand im Rahmen eines Kooperationsprojektes beider Universitäten statt, welches von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird. Partnerschule in dem Projekt war die IGS Wilhelmshaven.
Für die Schülerinnen und Schüler geht es darum, zu erkennen, welche Strategien genutzt werden, um Fachinformationen zu „filtern“ und wie diese überzeugend und ansprechend für die sozialen Medien aufbereitet werden können, um bei anderen Jugendlichen das Interesse nachhaltiger Themen zu wecken.
Die IGS-Abiturienten Nick und Zoé haben dabei ein Reel erstellt. Dies kam so gut an, dass sie für die Abschlusskonferenz in Kaiserslautern eingeladen wurden. „Nachhaltigkeitsthemen mit einer meist komplexeren Faktenlage ansprechend aufzubereiten, dass andere Jugendliche den Beitrag anschauen würden, ist ziemlich anspruchsvoll“, berichtet Dr. Belova, die von der Kreativität und Darstellung der Informationen begeistert war. Die Jugendlichen folgten der Einladung nach Kaiserslautern gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Marc Stuckey, der die Zusammenarbeit mit der Universität Bremen an der Schule koordinierte.
Bei der Konferenz wurden Nick und Zoe auch mit eingebunden: In einem einminütigem Pitch haben sie vor allen Tagungsmitgliedern ihre Intentionen für das Reel vorgestellt. Anschließend standen sie für Fragen an ihrem Präsentationsstand zur Verfügung. Große Freude kam auf, als klar wurde, dass ihre Präsentation die meisten „Likes“ erhalten hat. Im Anschluss war ihre Perspektive auf das Projekt im Rahmen einer Podiumsdiskussion gefragt.
„Dass wir in dem Workshop im Januar einen vertieften Einblick unterschiedlicher Nachhaltigkeitsthemen bekommen und im Rahmen eines selbst gewählten Schwerpunkts einen eigenen Social-Media-Post produziert haben, war wirklich prima“, resümiert Nick.
Ein Bericht von Dr. Marc Stuckey